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Esoterik-Kritik

Hab ein interessantes Interview mit einem Esoterik-Kritiker gefunden:
http://www.agpf.de/Goldner+Therapie.htm
Endlich werden mal Stimmen laut gegen diesen Esoterik-Kram, der nichts anderes als ein moderner Religionsersatz ist.


Interessant und für mich sehr erleichternd ist auch was Alice Miller über Esoterik bzw. Spiritualität sagt:
http://www.alice-miller.com/leserpost_de.php?lang=de&nid=1183&grp=0407 (das Fettgedruckte)
Viele "Anhänger" ihrer Thesen kommen nämlich aus der Esoterikecke und ich war mir daher nicht ganz sicher, wie sie dazu steht. Es ist beruhigend , dass sie sich ausschließlich auf das empirische Wissen, das sie als Therapeutin erlangt hat, stützt - also streng wissenschaftlich denkt - und bei offenen Fragen nicht in philosophisch-spirituelle Gedanken abrutscht. In ihren Büchern macht sie das ja auch nicht - ich frage mich nur, warum so viele Esoteriker gefallen an ihren Thesen finden. Ôo

Nachtrag:

Kritik an den Dalai-Lama und dem tibetischen Buddhismus -
http://www.humanistische-aktion.homepage.t-online.de/wahn.htm

http://www.fkpsych.de/ - Forum Kritische Psychologie

Der kritischen Psychologie geht es darum Verhältnisse zu analysieren und idealerweise zu verändern, in denen der Mensch, mit Marx gesprochen, „ein geknechtetes Wesen“ ist. Es geht um die Analyse der Frage, warum der Mensch, obwohl er das Potential für die Erschaffung eines irdischen und realen „Paradieses“ hätte, eine Welt schafft und erhält, in der Menschen über Menschen herrschen, sie (und sich selbst) unterdrücken, ausbeuten, erniedrigen und töten. O_O

26.5.07 16:10


Interview mit Alice Miller*

(*Darf nur ohne Kürzungen, Änderungen oder Zusätze abgedruckt werden.)


1) Welche Behandlung von Kindern führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Traumatisierungen?

AM: Mangel an Respekt, emotionale Ausbeutung, Ignorierung der Gefühle und Bedürfnisse des Kindes, Schlagen, Erzeugen von Angst, Verachtung, Auslachen und vieles mehr.

2) Was macht das Störungsbild Traumatisierung aus? Und wie äußert sich dies im Verhalten der Kinder?

AM: Ein zu Hause traumatisiertes Kind zeigt schon im Kindergarten und dann in der Schule die destruktiven Muster, die es zu Hause gelernt hat. Es zeigt die Unsicherheit und Angst oder überdeckt diese Gefühle mit aggressivem Verhalten. Beides wird von unempathischen Lehrern als Unarten gewertet und mit Strafen beantwortet, die noch mehr Angst bewirken. Lehrer, die den Mut haben, die Misshandlungen der Eltern zu sehen und mit ihnen darüber zu sprechen, um sie über die katastrophalen, oft lebenslänglichen Folgen für ihr Kind aufzuklären, sind eher selten.

3) Wie können Fachleute/ Laien aus dem Verhalten, Anhaltspunkte zu traumatischen Ereignissen gewinnen.

AM: Das lässt sich leicht erkennen, wenn man es sehen WILL. Hingegen wenn man Angst hat vor den eigenen verdrängten Erinnerungen, schaut man weg und neigt dazu, Strafen zu verteilen und so die Ängste noch zu verstärken (s.Punkt 2).

4) Wer sind die Ansprechpartner bei erfolgter Traumatisierung?

AM: Es gibt viele Jugendämter und andere Institutionen, aber mir ist keine bekannt, die eindeutig auf der Seite des Kindes steht. Die dort tätigen Menschen haben gewöhnlich so viel unbewusste Angst vor ihren eigenen Eltern, dass sie versuchen, dem misshandelten Kind die Taten der Eltern als verständlich zu schildern und den Opfern Schuldgefühle zu machen, statt sie vor unverständlicher Grausamkeit zu schützen. Ein Kind kann nicht verstehen, dass es gequält wird einzig und allein aus dem Grund, dass die Eltern die Qualen ihrer eigenen Kindheit verleugnen, ihre Eltern idealisieren und deren Verhalten mit ihren Kindern unbewusst wiederholen.

5) Wie verhalten sich Angehörige oder Menschen aus dem sozialen Nahumfeld? Hilfreich für das betroffene Kind?

AM: Sehr selten haben die Menschen aus dem sozialen Umfeld den Mut, dem misshandeltem Kind zu zeigen, dass es als Sündenbock gebraucht wird. Doch genau das wäre für seine Zukunft entscheidend. Sonst fühlt sich das Kind schuldig und wird später als Erwachsener an seinen eigenen Kindern Rache nehmen, auch wieder unbewusst.

6) Gibt es erprobte Präventivmaßnahmen gegen Traumatisierung von Kindern? Und wenn ja, welche sind dies?

AM: Jedes Kind braucht Respekt, Schutz, Zuwendung, Ehrlichkeit, Verständnis und vieles andere. Das alles zusammen nennen wir Liebe. Doch Eltern, die niemals Liebe erfahren haben und lernen mussten, Grausamkeit als Liebe zu verstehen, können sie weder sich selber, noch ihren Kindern geben, es sei denn, sie haben später begriffen, dass das, was sie erfahren haben, keine Liebe war. Mit der Erkenntnis der eigenen Wahrheit beginnt ein Prozess des Bewusstwerdens und damit auch das Erwachen der Empathie und Liebesfähigkeit, sich selber und den eigenen Kindern gegenüber.

7) Was fordern Sie von Menschen in der Umgebung von Kindern, so dass mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht erst Traumatisierungen stattfinden können?

AM: Es wäre hilfreich für Eltern von Neugeborenen, organisierte Besuche von Menschen zu bekommen, die ihre Wahrheit nicht verleugnen und den Eltern zeigen können, was ihr Kind braucht. Empathie kann man nämlich lernen, aber man braucht Vorbilder dazu. Freunde, die gute Ratschläge geben, aber das Kind „korrigieren“ wollen, können uns dieses Wissen nicht vermitteln. Junge Eltern brauchen unbedingt mehr Aufklärung über die URSACHEN der Misshandlungen. Wir wollen auf meiner Website einen Telefondienst organisieren, der Müttern zur Verfügung stehen sollte, die in ihrer Verzweiflung ihr kleines Kind schlagen wollen. Ihnen müsste man am Telefon erklären, dass der Zorn, den sie im Moment spüren, gar nicht wirklich das Kind meint, sondern die eigenen Eltern, die sie demütigten und hilflos machten, aber ihr in der Kindheit nie erlaubten sich zu wehren. Jetzt mag sich dieser Zorn beim eigenen Kind melden, doch er darf nicht hier ausgelebt werden, weil dies lebenslange, schlimme Folgen haben wird. Es ist nicht wahr, was uns in den Zeitungen immer erzählt wird, dass Zeitmangel, Stress und Armut zu Misshandlungen und Lieblosigkeit führen. Es sind einzig und allein die verleugneten Qualen der eigenen Kindheit, die gewalttätige und ahnungslose Eltern erzeugen.

Quelle: http://www.alice-miller.com/leserpost_de.php?lang=de&nid=936&grp=1106

2.12.06 12:45


Blackout

Es ist so selten, dass die deutschen TV-Sender mal etwas anspruchsvolleres als den üblichen seichten Soap-Kram produzieren und wenn sie es mal machen, schaut es keiner. Ich bin allerdings auch nur durch Zufall auf "Blackout" gestoßen und hätte fast nicht weiter geschaut, nachdem ich feststellte, dass es ne deutsche Serie ist. XD Aber was ich dann sah hat mich echt überrascht: schöne knappe Dialoge (ganz ohne dieses sonst typisch deutsche Geschwafel), sehr gute Schauspieler und eine stimmige Atmosphäre. Zwar merkte man, dass man versuchte den US-Serien nachzueifern (aber mit einem viel kleinerem Budget auskommen mußte), aber dennoch hatte es etwas eigenes (und nicht-deutsches XD).
Die Kritiken sind deshalb auch dementsprechend positiv ausgefallen, doch genügend Zuschauer hat das nicht angelockt. -_- In dieser Kolumne werden die Gründe dafür sehr gut beschrieben: http://www.serienjunkies.de/news/kolumne-der-13971.html

Es wäre so schön, wenn man es auch mal in diesem Land schaffen würde, gute Eigenproduktionen zu etablieren. Es müssen ja nicht mal so geniale Serien wie sie HBO produziert (Deadwood, Six Feet Under, Rom... O___O) sein, aber so etwas wie Blackout wäre schon schön, wenn man es regelmäßig zu sehen bekommen würde. Von dem was in den USA produziert wird, wird ja nur ein Bruchteil hier gezeigt und meist setzen sich davon auch nur die Serien durch, die ich am wenigsten mag (wie zb CSI <- der Hype darum ist doch total übertrieben -_-). Für mich als Serienjunkie ist das einfach viel zu wenig, denn die Woche ist lang XD~

EDIT: Ich bin übrigens so ein "sensation seeker" wie in der Kolumne beschrieben, sonst wäre ich sicherlich niemals Anime-Fan geworden ^^ Deutschland braucht mehr solcher sensation seekers XD~

6.11.06 11:13


Authentzität vs. Posen

"Seit jeher wird Gesang dazu benutzt, Stimmungen zu erzeugen und Menschen in eine bestimmte Gemütsverfassung zu versetzen: Freude, Trauer, Angst und Schrecken lassen sich mit keinem Instrument annähernd gut beschreiben, Bitten, Forderungen und Wünsche nicht "ansprechender" verpacken. Tatsächlich sind Instrumente in der klassischen Auffassung reines Beiwerk, sozusagen Geschmacksverstärker, die immer um den Gesang in ihrem Zentrum kreisen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wenngleich die Themenvielfalt gerade in den modernen Zeiten der Popmusik etwas gelitten haben: Seit 40 Jahren geht es in den Hitparaden vornehmlich um die Liebe in all ihren Facetten, weshalb das stilistische Repertoire der Interpreten dem Zuhöhrer recht absehbar und bekannt erscheint." Christian Preissig (aus Perfect Vocals)

Genau das ist auch meine Auffassung von Musik - von Kunst allgemein. Meiner Meinung nach wird Musik erst dann zu (hoher) Kunst, wenn sie tiefegründige Gefühle und Gedanken ausdrückt - und das geht nur über den Text und somit über den Gesang (bzw. Rap). Auf diese Weise kann Kunst den Horizont der Menschen erweitern und/oder ihnen Gefühle und Gedanken, die sie (vielleicht unbewußt) schon tief in sich tragen, aber bisher nicht auszusprechen wagten, bestätigen. Das kann ihnen wiederum den Halt geben, den sie brauchen, damit sie sich gegen den Widerstand von Außen wehren und diese Gefühle und Gedanken in sich reifen lassen können. Ein einfacher Sachtext, in dem diese Gefühle und Gedanken formuliert werden kann dies nur bedingt bewirken, weil er nur auf geistiger Ebene bleibt. Gesang und Begleitmusik hingegen können auf emotionaler Ebene einen Prozess lostreten, indem sie die zum Inhalt des Textes passende Stimmung erzeugen und so ein tiefes emotionales Verständnis schaffen, das man mit den Worten allein nicht erreichen kann.

Doch wie siehts mit der heutigen Musik aus? Statt, dass man versucht immer tiefgründigere Gefühle und Gedanken auszudrücken, wird alles immer trivialer. Die Texte handeln fast ausschließlich von Liebe und sind oberflächlich gehalten, damit sich möglichst viele Höhrer damit identifzieren können und die CD kaufen. Die Stimmungen die Musik erzeugt werden dabei zur Manipulation benutzt und sollen dem trivialen Texten den Schein geben etwas bedeutsames auszudrücken. Dieser Schein wird noch verstärkt, indem man die "Künstler" in glamouröse Kleidung steckt und sie - umrahmt von neuster Videoclip-Ästetik - coole Posen einnehmen läßt. Letzteres nutzen übrigens auch Politiker, Diktatoren usw. um die Massen zu manipulieren.
Den Musikfirmen geht es natürlich nicht darum anderen politische Vision aufzuzwingen, ihnen geht es schlicht um Geld. Einerseits ein Mangel an Verständnis für Kunst, andererseits Marketingstrategien als Ersatz für dieses Verständnis, führt dazu, dass sämltiche Musikrichtungen ausgeschlachtet werden und ihnen die Seele genommen wird. Ein Beispiel ist Hip Hop. Rap begann als triviales Reinrufen von kurzen Reimen, die die Leute in gute Stimmung versetzen sollte, entwickelte sich aber bald zu einem Sprachrohr der unterdrückten Afroamerikaner. Man sprach in den Texten den Rassismus und soziale Ungerechtigkeit an und machte sich der damit verbundene Wut, Angst und Enttäuschung Luft. Doch je populärer Rap wurde, desto trivialer wurde er auch (wieder). Heute geht es nur noch darum, wieviel Goldketten der Rapper um den Hals hat, wie cool er beim Posen aussieht und wieviel dicke Autos und halbnackte Frauen in den Videos vorkommen.
Dem Visual Kei ergeht es ähnlich. Während die Bands in Japan u.a. noch über Depressionen, soziale Probleme u.ä. singen, wird hier nach Deutschland nur die Mode und Ästhetik dieser Jugendkultur importiert und die Texte - wie sollte es anders sein - auf Liebeslieder reduziert (siehe Tokio Hotel). Denn wer von Depressionen singt ist "emo" und selbstmordgefährdet und verdirbt unserer Spaßgesellschaft nur den ganzen Spaß (wie assozial!!). Die Angst der Spaßgesellschaft sich mit solchen unschönen Gedanken auseinandersetzen zu müssen, hat dem Visual Kei eh schon einen schlechten Ruf eingebracht und wird in den deutschen Medien dementsprechend schlecht dargestellt.
Übrigens auch jenseits der Popmusik sind die Auffassung von Musik oft sehr trivial. Zwar wird da weitgehend auf die Scheinwelt verzichtet, dafür aber fixiert man sich darauf wie gut jemand singen oder ein Instrument spielen kann. Der Text wird auch hier nur als Nebensache gesehen und höhstens in seiner Ästetik oder Ausdrucksweise bewertet, selten aber seines Inhalts wegen.

Mich hat diese Scheinwelt der Popmusik noch nie angesprochen und ich verstehe auch nicht, was daran so toll ist bewundert zu werden. Das ist doch ebenfalls nur schein, die Leute projezieren etwas auf einen und bewundern einen für etwas das man gar nicht ist. Das wiederum ist doch nur ein kläglicher Ersatz für echte Liebe und Zuwendung. Aus diesem Grund will ich selbst auch gar nicht bewundert werden und habe selbst auch nie jemanden bewundert (auch als Teenager nicht). Das sind auch alles nur Menschen. Sicherlich finde ich auch das ein oder andere toll an bestimmten Leuten, aber deshalb setze ich sie nicht auf ein Podest.
Und weil mich das alles nicht interessiert und ich lieber nach etwas "Echtem" suche und strebe, habe ich auch eine ganz eigene Vorstellung wie meine eigene Musik sein soll. Ich möchte tiefgründige Gefühle und Gedanken authentisch vermitteln. Das bedeutet eine schnörkellose Sprache zu benutzen, natürlich und nicht affektiert(!) zu singen und gefühlvolle aber nicht sentimentale(!) Begleitmusik zu komponieren. Ob ich mein Ziel je erreiche steht allerdings in den Sternen. Vermutlich stehe ich mir dadurch, dass ich Musik eben nur als Begleitmusik (und nicht um das worum es eigentlich geht) sehe, etwas selber im Weg. Ich liebe Musik, auch rein instrumentale Musik, aber wenn ich selber welche mache, sehe ich sie immer nur als Begleitmusik und gebe daher schnell auf, wenn es nicht gleich so klingt wie ich sie brauche. Außerdem stehe ich immer unter dem Druck meinen eigenen (hohen!) Ansprüchen gerecht werden zu müssen. Noch dazu kommt, dass ich vermutlich nie selber singen werde und wenn dann nur sehr schlecht. Das bedeutet, dass jemand anderes meine Texte singen müßte und das ist irgendwie unbefriedigend.
Aber da ich eh nicht anders kann - ich hatte die Musik schon mehrmals hingeschmissen, machte aber kurze Zeit danach doch wieder weiter XD -, werde ich das Hobby einfach weiterbetreiben. Vielleicht werde ich mein Ziel ja doch noch irgendwann erreichen. ^^'

1.11.06 14:41


Mono - Life In Mono

Schöner Song, extrem melancholisch! O_O

25.9.06 02:11


Welcome

Hiho! ^^~

Nun habe ich auch einen Blog und werde hier gelegentlich von meinem langweiligen Leben berichten oder sonst was schreiben XD~

Sobald ich herausgefunden habe wie das geht, werde ich ausserdem eine Abteilung mit (nach meiner Meinung) guten Zitaten aus Film, Fernsehen und Musik einrichten (und an ein richtiges Design werde ich mich auch noch irgendwann wagen) ^^°°

Das Ei da oben links (das irgendwie aussieht wie ein Karton OÔ ) ist übrigens von der lieben Mari-chan (nochmal vielen Dank! <3 *verbeug*) . Bin schon gespannt was da am 1. Oktober schlüpft! ^-^

Viel Spaß also mit meinem neuen Blog (oder auch nicht XD~)

bai²,

Kippei

23.9.06 01:10





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